AKTUELL +++ AKTUELL +++ AKTUELL +++

Wie der Vater so der Sohn...

Auf Wunder folgt Urytskyy: Mit Arkady Urytskyy setzte sich bei der oberfränkischen Einzelmeisterschaft einer der Favoriten durch. Der 61-jährige Neu-Konradsreuther blieb in neun Runden des Meister-Turniers ungeschlagen und holte verdientermaßen den Titel. Sein Sohn Michael machte das Urytskyy-Festival von Schney perfekt: Er siegte überlegen im Quali-Turnier.

MEISTER-TURNIER: Urytskyy, zum Ersten
Diesmal triumphierte eine Routinier über die "jungen Wilden": Mit stoischer Ruhe wehrte Arkady Urytskyy alle Attacken seiner jüngeren Gegner ab, ließ sich nicht von seinem Ziel "Meisterschaft" abbringen. Genau hatte er sich seine Strategie für dieses Turnier zurechtgelegt, wusste exakt, gegen wen er sich ein Remis erlauben kann und gegen wen nicht. In den entscheidenden Momenten war der gebürtige Ukrainer da und sammelte so 6,5 Punkte aus neun harten Runden: vier Siege und fünf Unentschieden. So kontrolliert und konstant spielte sonst keiner seiner 17 Konkurrenten aus der oberfränkischen Schach-Elite. Urytskyy startete als Einziger mit "2 aus 2", ließ sich danach die Führung nicht mehr nehmen. Nun geht's für den ersten oberfränkischen Meister aller Zeiten aus Konradsreuth zur Bayerischen Meisterschaft. Viel Erfolg!
Die anderen Favoriten machten sich zum Teil selbst das Leben schwer: Der Topgesetzte Sebastian Dietze (Höchstadt) unterlag Kurt-Georg Breithut (Kronacher SK), der Vizemeister wurde. Breithut seinerseits zog in der vorletzten Runde gegen Andreas Wetscherek den Kürzeren und stolperte so auf dem Weg zur möglichen Meisterschaft. Dietze landete am Ende am Platz drei, noch knapp vor dem stark aufspielenden Peter Lengerer (Coburger SV).
Die fünf Tage Meister-Turnier blieben nicht ohne Überraschungen. Gerald Dütsch (TV Hallstadt) und Heiko Sieber (PTSV-SK Hof) - zwei aus der unteren Hälfte der Setzliste - spielten sich nach vorne, lehrten so manchem Favoriten das Fürchten und taten was für ihre DWZ. Dütsch war es auch, der Titelverteidiger Stefan Wunder frühzeitig aus dem Titelrennen warf. Für die Wunders aus Nordhalben (Stefan und Horst) - in den vergagenen Jahren in schöner Regelmäßigkeit erfolgreich - war in Schney diesmal nichts zu holen.
Kommentar zum Meisterturnier: "Wo sind die Meister?"

QUALI-TURNIER: Urytskyy, zum Zweiten
Er kam, sah und siegte: Michael Urytskyy war der unangefochtene Sieger im Quali-Turnier. Keiner der Konkurrenten konnte dem Neuzugang des FC Konradsreuth das Wasser reichen. Sechs Runden, sechs Siege - diese Bilanz spricht für sich. Im Übrigen gewann der 34-Jährige - nach einem Freilos in Runde eins - gegen die Plätze zwei bis fünf. Souveräner geht's nicht. Im kommenden Jahr wird Michael seinem Vater ins Meister-Turnier folgen.
Die übrigen 24 Akteure im bunt gemischten Feld konzentrierten sich bald auf den Kampf um Platz zwei. Und da wurde es enger. Im "Endspiel" um den Vizetitel und zweiten Qualifikationsplatz fürs "Meister" 2005 gab es ein Remis zwischen Josef Heinkelmann (Seubelsdorf) und Ronny Schloßer (Sonnberg); das reichte Heinkelmann, um seinen Halb-Punkte-Vorsprung zu halten. Die Topgesetzten verpassten den Sprung aufs "Treppchen": Stefan Nürnberger vom Landesligist FC Marktleuthen - nach der DWZ die Nummer eins - musste mit einer 50-Prozent-Bilanz und einem Mittelfeldplatz Vorlieb nehmen. Uwe Voigt wurde Vierter, Semen Urytskyy (Bruder von Arkady) landete auf Platz elf.
Erfreulich: Die Teilnehmerzahl für das "Open" während der Schachtage ist im Vergleich zum Vorjahr um sechs gestiegen. Das lässt hoffen für die Zukunft.