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Erfolgreiche Titelverteidigung nach spannendem Turnierverlauf

Spannend vom ersten bis zum letzten Zug war die oberfränkische Schnellschach-Meisterschaft in Kronach. Neun Mannschaften kämpften um die Krone - am Ende hatte, wie schon im Vorjahr, die Gastgeber-Mannschaft vom Kronacher SK die Nase vorn. Vize-Meister wurde Coburg vor dem überraschend starken Team aus Kirchenlamitz. Die Mensa des Kronacher Schulzentrums erwies sich erneut als hervorragender Schauplatz für eine Schach-Meisterschaft.

Das war nichts für schwache Nerven: Im Laufe des Turniers meldeten fünf von neun Mannschaften Ambitionen auf den Titelgewinn an. Das Regionalliga-Team aus Coburg erwischte einen schwachen Start: Jeweils nur 2:2 hieß es gegen Bayreuth I und Michelau. Dann allerdings steigerten sich die Coburger und hätten am Ende aus eigener Kraft die Meisterschaft holen können. In der achten und vorletzten Runde kam es zur Vorentscheidung: Gegen Kronach I reichte es nur zu einem 2:2 für Coburg. Bitter für die Coburger: Ihr Spitzenspieler Braun hatte gegen Horther bereits eine vorteilhafte Stellung mit einem Mehrbauern auf dem Brett - doch dann verlor er durch eine Ungenauigkeit.
Solche Momente waren es, die die Meisterschaft entschieden. In den Duellen der Spitzenmannschaften ging es äußerst knapp zu. Bemerkenswert: Regionalligist Hof hielt mit einer Dreier-Mannschaft vorne mit. Der PTSV-SK musste ohne Spitzenspieler Dr. Michael Seidel antreten und ließ das erste Brett frei. Protest legte niemand ein, obwohl das erste Brett nach der Turnierordnung nicht unbesetzt bleiben darf. In der vierten Runde hatte Hof die Chance, Kronach (nur 2:2 gegen Michelau) von der Spitze zu verdrängen. Doch die Hofer verloren gegen den Bezirksliga-I-Meister TS Bayreuth.
Die Kronacher machten sich in der fünften Runde selbst das Leben schwer: Beim 2:2 gegen ihre eigene zweite Mannschaft musste der Titelverteidiger seinen zweiten Punktverlust in diesem Turnier hinnehmen. Auch die Bezirksliga-II-Mannschaft aus Kirchenlamitz, die unerwartet im ,,Konzert der Großen'' mitspielte, luchste Kronach einen Punkt ab. In der Schlussrunde unterlag Hof gegen Coburg mit 1:3 und rutschte so auf den vierten Platz ab, Coburg wurde Vizemeister. Kirchenlamitz schob sich durch einen Erfolg gegen Bayreuth auf den Bronze-Rang. Und die Kronacher (Heinrich Horther, Edgar Stauch, Andreas Murmann und Frank Stauch) machten ihr Meisterstück: 3,5:0,5 gegen Sonneberg.
Nach einer denkwürdigen Meisterschaft mit spannenden 15-Minuten-Partien gab es bei der Siegerehrung Preise für alle Teilnehmer. Der neue BVO-Präsident Hans Blinzler, auch Vorsitzender in Kronach, bedankte sich bei den Spielern; trotz Frühlingswetters war ein Team mehr als im Jahr 2001 nach Kronach angereist. Der Kronacher Spielleiter Hans Neuberg, der zusammen mit ,,Geburtstagskind'' Markus Bergmann das Turnier geleitet hatte, zeichnete die besten Einzelspieler aus. Überragender Mann am ersten Brett war der Kirchenlamitzer Peter Seidel, der lediglich ein Remis abgab. Am zweiten Brett holte Arkadiy Urytzkyy (PTSV-SK Hof) die meisten Punkte. Andreas Murmann und Frank Stauch vom Meister aus Kronach waren an den Brettern drei und vier die Besten, außerdem auch am vierten Brett André Wilfert (PTSV-SK Hof).
Für die besten drei Mannschaften wartet nun eine neue Herausforderung: Im Herbst spielen sie auf bayerischer Ebene in der Schnellschach-Regionalliga.