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Siegmund Braun führt Coburg zum Titel

Bravo, Coburger SV! Mit einer Klasse-Leistung hat der Regionalligist die oberfränkische Meisterschaft im Schnellschach gewonnen. Der Titelgewinn hätte souveräner nicht sein können. 14:0 Punkte und vorzeitiger Titelgewinn - das spricht für die Mannen um Siegmund Braun, die einen erneuten Erfolg für den Kronacher SK verhinderten.

Trotz sommerlicher Temperaturen kamen acht Mannschaften aus sechs Vereinen zu den Titelkämpfen nach Kronach. Damit wurde die Teilnehmerzahl aus dem Vorjahr (neun) fast erreicht. Im Gegensatz zu 2002 war das Team des PTSV-SK Hof diesmal der einzige Teilnehmer aus dem Osten Oberfrankens - aber auch diesmal redeten die Hofer um die vorderen Plätze ein Wörtchen mit.
Für den Kronacher SK reichte es nicht zum Titel-Hattrick. Schon frühzeitig stolperte das Kronacher Quartett und war nach einem Fehlstart mit 1:3 Punkten fast schon aus dem Rennen um Platz eins. Später erholten sich die Gastgeber zwar, begannen die Aufholjagd. Nach der vorletzten Runde mussten sie jedoch alle Hoffnungen auf die erfolgreiche Titelverteidigung begraben: Sie verschenkten den Sieg, der die Meisterschaft noch einmal spannend gemacht hätte. Am Ende reichte es - ohne den etatmäßigen Spitzenspieler Heinrich Horther - nur zum vierten Platz.
Überragend war an diesem Tag die erste Mannschaft des Coburger SV. Die Regionalliga-Truppe - schon während der Saison immer für eine Überraschung gut (Sieg gegen Meister Marktleuthen) - gewann gegen alle Konkurrenten. Mit 14:0 Punkten behielt das Team bis zum Ende seine ,,weiße Weste''. Somit war der Erfolg hochverdient. Coburg stand im Übrigen schon vor der Abschlussrunde als Meister fest. Der hartnäckigste Verfolger, PTSV-SK Hof, wies zu diesem Zeitpunkt bereits drei Minuspunkte auf. Bitter für Hof: Zum Finale spielte Coburg noch einmal meisterlich auf und besiegte die Hofer, die dadurch auf den fünften Platz zurückfielen.
Gleich zwei Überraschungsteams hatte diese Meisterschaft: Sonneberg und Michelau boten den Regionalligisten kräftig Paroli und zeigten, welch starkes Schach in den Bezirksligen gespielt wird. Den zweiten Platz sicherte sich mit 11:5 der SK Michelau vor der SG Sonneberg mit 9:5 Punkten. Zumindest Michelau kann zusammen mit Coburg an der Schnellschach-Regionalliga teilnehmen, die als eintägiges Turnier im Herbst ausgespielt wird.
Besonders bemerkenswert: Michelau hatte zwei Spieler, die an ihren Brettern die besten waren. Edgar Schaller dominierte an Brett 4 (5,5 Punkte, ebenso wie Peter Lengerer, Coburger SV), Andreas Schüpferling an Brett 3 (punktgleich - 5,5 - mit Franz Geisensetter, Sonneberg). Wie ein Bezirksliga-Absteiger präsentierten die Michaelauer nicht. An Brett 2 war der Hofer Michael Seidel mit 6:1 Punkten der Beste. Und am Spitzenbrett hatte Schnellschach-Spezialist Siegmund Braun (Coburger SV) die meisten Punkte geholt (ebenfalls 6:1) und damit den Grundstein für die Meisterschaft seines Teams gelegt.
Die Mensa des Kronacher Schulzentrums bot beste äußere Bedingungen. Der Spielleiter des Kronacher SK, Hans Neuberg, leitete das Turnier souverän. Am Ende erhielten alle Mannschaften und die Brettbesten einen Preis. Mit einigen Fässchen Bier werden demnächst die Erfolge von Kronach gefeiert werden.