AKTUELL +++ AKTUELL +++ AKTUELL +++

,,Bären'' zeigen der Konkurrenz die Zähne

Der TSV Bindlach ist und bleibt das Aushängeschild des Bezirksverbands Oberfranken. Der Verein, der ab September weiter in der Zweiten Bundesliga und in der Landesliga vertreten ist, dominierte die Blitzmeisterschaft in Hallstadt. Mit satten fünf Punkten Vorsprung sicherte sich das Quartett den Titel. Erfreulich außerdem: 27 Teams mit über 100 Denksportlern waren in der Bettelseehalle dabei.

Gleicher Schauplatz, gleiche Atmosphäre wie im Vorjahr: Wieder ging die Blitzmeisterschaft an einem heißen Sommertag in Hallstadt über die Bühne. Und wieder entschieden sich die Schachbegeisterten aus Oberfranken gegen den Freibadbesuch und für lange, schweißtreibende Stunden am Schachbrett. Die Organisatoren um Gastgeber Wolfgang Hornung und Bezirksspielleiter Reiner Schulz durften sich freuen: Die Zahl von 23 Mannschaften aus dem Vorjahr konnte nochmals um vier gesteigert werden. Die Blitzmeisterschaft, unsere mit Abstand größten Titelkämpfe im Bezirksverband, entwickelt sich offenbar zum ,,Selbstläufer''.
Fast von selbst schien es auch für die Bindlacher ,,Bären'' zu laufen. Sie ließen der Konkurrenz nicht den Hauch einer Chance. Nur den Vorjahressiegern aus Bamberg mussten sie sich geschlagen geben - das blieb die einzige Niederlage in 27 Runden! 52 Mannschafts-, 86 Brettpunkte, das war die Top-Bilanz der Champions. 2001 hatte Bindlach zuletzt den Blitztitel geholt, damals bei der Meisterschaft in Bindlach. Nun bewies das Team erneut seine Stärke. Auch ohne den oberfränkischen Blitzmeister Johannes Rüttinger sorgten die TSV-ler für Furore. Eine gut gemischte, bestens motivierte Mannschaft holte den Titel: Eduard Schunk, Axel Heinz, Alexander Opitz und Dr. Werner Pesch. Besonders bemerkenswert, dass zwei Jugendliche (Opitz, Heinz) zum Erfolgsteam gehörten. Zudem waren zwei Spieler (Opitz, Pesch) an ihren Brettern die Besten.
Die überragende Leistung der Bindlacher Favoriten überstrahlte auch die hervorragende Vorstellung der Bamberger. Die Titelverteidiger - jetzt ohne Thomas Öhrlein, der nach Kulmbach gewechselt ist - festigten frühzeitig den zweiten Platz. Ein Gerangel gab es jedoch um den Bronze-Rang. Kulmbach musste gegen Ende um den dritten Platz bangen. Nach der 20. Runde war Gastgeber Hallstadt noch Dritter vor Kulmbach und Kronach. Dann zogen die Kulmbacher an den zwei direkten Konkurrenten vorbei. Nicht so gut wie im Vorjahr lief's für Hof (3. Platz im Jahr 2002, diesmal nur Platz 18) und Coburg (Vorjahr: 4. Platz, heuer: 12. Platz). Die Regionalligisten bleiben unter den Erwartungen.
Wie schon 2002 war das Turnier exzellent organisiert. So ging's auch pünktlich zur Siegerehrung. Die vier besten Teams erhielten Geldpreise von 40, 30, 20, 10 Euro. Für die besten fünf Spieler an jedem Brett gab's Buchpreise. Und nächstes Jahr auf Wiedersehen in Hallstadt?