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Hier gibt es regelmäßig neue Tipps zur Öffentlichkeitsarbeit (ÖA).

Hier werden aber auch Eure Fragen zur Öffentlichkeitsarbeit im Schach beantwortet. E-Mail bitte an den Referenten für Öffentlichkeitsarbeit, Jan Fischer: jafimail@web.de

Jan Fischer

Januar 2003
Juli/August 2002
Juni 2002
Mai 2002
April 2002

Tipp des Monats Januar: Checkliste für Event-Veranstalter

Frage: Ich will eine öffentlichkeitswirksame Breitenschach-Veranstaltung auf die Beine stellen. Was muss ich alles beachten?
Jan Fischer: Dazu hat sich unser Breitenschach-Referent Markus Bergmann zusammen mit mir ein paar Gedanken gemacht. Wir haben sie zusammengefasst als kleine
Checkliste für Breitenschach-Events. Die Liste ist natürlich nicht ganz vollständig, sie kann jederzeit durch Anregungen von Schachfreunden ergänzt werden. Die angegebenen Zeitrahmen sind von Veranstaltung zu Veranstaltung unterschiedlich. Grundsätzlich gilt: Je früher man mit der Vorbereitung anfängt, desto weniger artet das Ganze in Stress aus - und desto besser wird's auch.



Tipp der Monate Juli/August: Medien neugierig machen

Frage: Wenn ich einen ,,Tag des Schachs'' auf die Beine stellen will - wie erziele ich die größte Öffentlichkeits- und Medienwirkung?
Jan Fischer: Man muss im Vorfeld kräftig ,,trommeln'', damit so eine Veranstaltung auch zum Erfolg wird. Eine Garantie für den Erfolg kann natürlich niemand geben, aber man sollte zumindest alles tun, um hinterher nicht sagen zu müssen: Da haben wir was vergessen.
Ich will mal ein bisschen aus dem Nähkästchen plaudern - am konkreten Beispiel des ,,Tags des Schachs'' in Hof. Wichtig ist zunächst, dass der Aktionstag bekannt wird. Dazu kann man verschiedene Möglichkeiten nützen: Ein Hinweis in der Tageszeitung macht sich immer gut - besser sind natürlich mehrere (Motto: Einmal ist kein Mal). Der erste Hinweis spätestens zwei Wochen vor der Veranstaltung, ein weiterer ausführlicher Artikel etwa eine Woche vor dem Event mit dem aktuellen Stand der Vorbereitungen und dem Programm (mit Bild, macht sich immer gut) und ein kürzerer Bericht wenige Tage zuvor, im Idealfall noch einmal am Tag selbst. Veröffentlichungen in Tageszeitungen, Fachzeitschriften und Anzeigenblättern anstreben!
Punkt zwei: das Internet. Es besteht jederzeit die Möglichkeit, auf der homepage des Bezirksverbands und auf meinen Seiten für einen besonderen Aktionstag zu werben. Hat man eine eigene (Vereins-)Homepage, kann man hier natürlich ausführlich auf das Event eingehen und die Highlights Punkt für Punkt darstellen. Gut macht sich auch ein Rund-e-Mail mit den wichtigsten Infos. Eventuelle Möglichkeiten zur Anmeldung nicht vergessen!
Die Medien müssen mit Einladungen versorgt werden. Lokalfernsehen, Radio und Tageszeitungen erhalten eine Vorankündigung, in dem die Besonderheiten des Aktionstags herausgestellt werden. Denn: Je mehr in den Medien über den Aktionstag berichtet wird, desto größer ist auch die Aufmerksamkeit im Nachhinein - und damit der Werbeeffekt.
Ich kann nur jeden ermutigen, selbst einen ,,Tag des Schachs'' (ganz unabhängig von vorgegeben Terminen des Deutschen Schacbunds) auf die Beine zu stellen.




Tipp des Monats Juni: ,,Events'' auch für die Zeitungsleser

Frage: Wie bringe ich Schach in der Zeitung groß raus?
Jan Fischer: Zeitungen reagieren auf ,,Events''. Also: Wenn in eurem Verein etwas Besonderes geboten ist, ladet entweder einen Mitarbeiter der Zeitung ein oder schreibt selbst einen Bericht (mit Bild) darüber. Das klassische Beispiel: Euer Verein veranstaltet ein offenes Turnier. Mit einem Vorbericht in der Zeitung könnt ihr möglichst viele Teilnehmer anlocken. Der Nachrbericht enthält dann Informationen zum Turnierverlauf, Hinweise auf Besonderheiten (hohe Teilnehmerzahl, starke Jugendspieler etc.) und natürlich alle Ergebnisse. Ein Bild von den besten Spielern macht den Bericht komplett.
Anderer häufiger Fall: Euer Verein richtet einen Simultanwettkampf mit einem bekannten Spieler aus. Leider werden diese Art von Veranstaltungen in der Presse oft recht lieblos abgehandelt. Nehmt die Sache am besten selbst in der Hand! Denn für euren Verein ist dieses Simultan der Höhepunkt des Jahres, und als solcher muss er auch den Lesern ,,verkauft'' werden. Das heißt: Ihr schildert genau, wie so ein Simultan abläuft, worin die Schwierigkeiten für den starken Spieler bestehen und natürlich wer ihn geschlagen hat. Das Ganze garniert mit ein paar wörtlichen Zitaten (,,Stimmen zum Spiel''), mit Bildern und mit einem kleinen Interview mit dem Großmeister - und schon habt ihr das Event auch in der Zeitung gewürdigt. Falls euer Verein eine Homepage hat, solltet ihr Bilder und Texte natürlich auch dort anbieten. Für die Zeitungsveröffentlichung gilt immer: Am besten ist's, vorher anzufragen, was veröffentlicht werden könnte.




Tipp des Monats Mai: In jedem Verein gibt es etwas Besonderes!

Frage: Wie kann ich Zeitungsredakteure auf meinen Verein aufmerksam machen?
Jan Fischer: Ich behaupte: In jedem Verein gibt es (mindestens) eine Besonderheit, die man in der Presse darstellen könnte. Beispiele: einen besonders starken und erfolgreichen Spieler, einen langjährigen Vorsitzenden, eine große Jugendgruppe aus einem kleinen Dorf oder eine Mannschaft, die schon x Jahre in der gleichen Besetzung spielt. Hat man eine solche Besonderheit erst einmal erkannt, sollte man damit einmal die Zeitungsredakteure ,, belästigen''. Einfach mal anfragen, ob diese Besonderheit nicht eine Geschichte wert wäre! Mehr als Nein sagen können sie nicht. Wichtig: Bleibt am Ball, bietet an, die Geschichte selbst zu schreiben. Und sucht immer wieder nach neuen Besonderheiten in eurem Verein.
Neben solchen ,,einmaligen'' Geschichten zählen natürlich vor allem Aktivitäten, von denen die Zeitungen Berichte abdrucken. Ein Turnier, ein Simultan, eine Versammlung - drei von mehreren Gelegenheiten, über die man einen Artikel verfassen kann. Weitere Ideen aus der Praxis: Ein Schachspieler schildert seine Gedankengänge während einer Partie. In einem Interview wird der Vorsitzende über das bevorstehende Jubiläum befragt. Spieler einer Erfolgsmannschaft ziehen eine Saisonbilanz. Der Kreativtät sind keine Grenzen gesetzt. Manchmal muss man auch ,,um die Ecke denken''.



Tipp des Monats April: Öffentlichkeitsarbeit ist die beste Werbung!

Frage: Was ist das Wichtigste in der Öffentlichkeitsarbeit im Schach?
Jan Fischer: Ganz einfach: Das Wichtigste ist, dass man überhaupt Öffentlichkeitsarbeit für einen Schachverein betreibt. Einen ,,Pressewart'' sollte sich jeder Klub leisten, denn seine Arbeit vergrößert die Außenwirkung des Vereins. Ohne ÖA führt der Verein nur ein Schattendasein und macht seine Erfolge, Besonderheiten und Aktivitäten nicht publik. Eine Chance zur Werbung wäre dann verschenkt.
ÖA kann man auf verschiedene Arten betreiben, und oft ist der Aufwand gar nicht so riesig. Drei Säulen gibt es aus meiner Sicht für die ÖA:
- Presseberichte: Das A und O ist eine regelmäßige Berichterstattung in der Zeitung über Punktspiele, Aktivitäten und Versammlungen. Fotos dazu machen sich immer gut. Die Zeitung druckt die Berichte kostenlos ab - Gratis-Reklame für den Schachklub!
- Vereinszeitung: Zur Information der aktiven und passiven Mitglieder und von befreundeten Vereinen aus der eigenen Stadt dient eine Vereinszeitschrift. Die muss ja nicht monatlich erscheinen, drei oder vier Mal im Jahr genügt. Darin sollten alle aktuellen Informationen über den Verein enthalten sein - um den eigenen Mitgliedern zu zeigen, dass der Verein aktiv ist.
- Homepage: Jede gute Firma hat heutzutage eigene Seiten im Internet. Für die Außendarstellung des Schachklubs ist eine Homepage von großer Bedeutung. Die eigenen Mitglieder, aber vor allem auch Mitglieder von anderen Vereinen sollen hier auf die Aktivitäten aufmerksam werden.

In den kommenden Monaten werde ich an dieser Stelle auf diese drei Bereiche und andere Themen zur ÖA eingehen. Ich gebe aber auch Tipps zur ÖA per e-Mail. Und: Anregungen nehme ich jederzeit gerne entgegen!