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Ab zur Doping-Kontrolle!

Plötzlich lag sie da: eine kleine Verpackung mit drei undefinierbaren Pillen. Wie sich herausstellte, waren es Vitamin-Präparate, die ein Spieler verloren hatte. Über den Besitzer herrschte großes Rätselraten. Für Bezirksspielleiter Schulz ein Grund, augenzwinkernd zur Doping-Kontrolle zu bitten. Was im Übrigen gar nicht so abwegig ist: Der Weltschachbund plant allen Ernstes die Einführung von Doping-Tests, damit unser Denksport als olympische Disziplin anerkannt wird.
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Klaus Steffan hatte den Computer und das Turnier - im perfekten Zusammenspiel mit Reiner Schulz - bestens im Griff. Eigentlich ein Grund zur Freude. Aber Klaus musste sich an diesem Nachmittag doch ärgern - über ,,seine'' Bayern. Die Münchner Fußballer hatten nämlich nicht ihren besten Tag und verloren gegen Werder Bremen überraschend mit 0:1. Kein Grund zur Panik allerdings: Der FC Bayern dürfte mit mehr Punkten Vorsprung Meister werden als Johannes Rüttinger.
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Es war zum Haareraufen: Dem Hofer Heiko Sieber fehlte im Qualiturnier exakt ein halber Punkt zum Sieg und zum Aufstieg ins nächste ,,Meister''. Eine Partie gab wohl den Ausschlag, bei der Heikos Zeit immer knapper wurde und schließlich das Plättchen fiel. Der Grund: Sein Sitznachbar hatte immer wieder die falsche Uhr gedrückt. Sieber nahm's äußerlich gelassen: ,,Was will man da machen...''
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Eben jener Spieler (Name der Redaktion bekannt), der Sieber den Sieg vermieste, war wohl der Teilnehmer, der die meisten Emotionen zeigte. Als er wieder mal eine Partie auf Zeit verloren hatte, fluchte er weithin hörbar auf die ,,Sch...-Blitzerei''. Allgemeines, zum Teil zustimmendes Schmunzeln im Turniersaal.
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Im Meisterturnier war was geboten: Spannende, gutklassige Partien gab es zuhauf zu sehen. Wer im letzten Spiel einer Runde kämpfte, durfte sich über zahlreiche Kiebitze freuen, die - wie man weiß - sowieso alles sehen. So sahen die Fans natürlich auch, wie das Plättchen eines Spiels fiel. In seiner Not bot der Teilnehmer Remis an. Der Gegner schlug ein. Gejohle bei den Zuschauern - und Entsetzen beim eigentlichen Sieger, der gerade per Handschlag einen halben Punkt verschenkt hatte.
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Kreisspielleiter Bernd Roth freute sich in seiner Begrüßung, dass die Blitzmeisterschaft nach langen Jahren mal wieder im Osten Oberfrankens stattfand. Auf die Teilnehmerzahlen schlugen die Änderungen (weg voon Schney, weg vom Karfreitag) noch nicht durch. Vor allem die West-Spieler scheuten den Weg nach Tröstau. Dabei bot das Golfhotel Fahrenbach beste äußerliche Bedingungen. Vielleicht fehlte der ,,Kongress'' vor dem Turnier; nach der Versammlung waren immer einige Delegierten zum Blitzen geblieben.