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Kleine Stimmzettel - große Wirkung...

Wohl selten ist mit so kleinen Stimmzetteln eine so wichtige Entscheidung gefallen: Auf den Mini-Abschnitt Nummer 1 des großen weißen Stimmzettels musste jeder Vereinsvertreter seinen Favoriten für den Präsidenten-Posten schreiben. Trotz der vielen kleinen Papierchen ging keins verloren - und alle waren gültig.
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Das Interesse am Kongress war riesig. Der Saal - diesmal tagte man im Keller der Franken-Akademie - füllte sich schon vor 9 Uhr immer mehr. Zusätzliche Stühle wurden herbeigeschafft, und am Ende hatte jeder einen Sitzplatz. Und zur Not tat's auch ein Plätzchen auf der Heizung - wie für Thomas Hahn aus Kulmbach.
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Was hat der langjährige Kongress-Schirmherr mit dem langjährigen Präsidenten gemeinsam? Der Lichtenfelser Bürgermeister Winfried Bogdahn erklärte es augenzwinkernd: ,,Auch ich gehe.'' Der Grund sei freilich ein anderer wie beim guten Ludwig, fügte er hinzu: ,,Ich bin abgewählt worden.''
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Was im Trubel der ganzen Ehrungen fast unterging: Der langjährige Bezirksschatzmeister nahm seinen Hut. Acht Jahre lang hatte Frank Rubner (Seubelsdorf) als Jüngster im Bezirksvorstand die Kasse geführt, im zarten Alter von 20 Jahren war er damals von Ludwig ,,berufen'' worden. Nach seinem Bericht fiel die ganze (Finanz-)Last von ihm ab: ,,Ich hab's geschafft!''
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Der kürzeste aller Vorstandsberichte war der des scheidenden Präsidenten. Ludwig Schirners Beitrag umfasste genau einen Satz: ,,Ja, liebe Freunde, was soll ich euch noch groß berichten...?''
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Auf eine der Errungenschaften des scheidenden Präsidenten wies BSB-Aktivensprecher Hans Niedermaier hin: ,,Er hat die Kaffepause eingeführt.'' Bei oberfränkischen Meisterschaften gab es bei Ludwig stets eine Unterbrechung am Nachmittag, um sich mit Kaffee und Kuchen zu stärken. Das gefiel auch dem Forchheimer Niedermaier: ,,Er hat meine Frau Gabriele gleich zum Kaffeetrinken eingeladen.''
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Reibungslos gingen die Wahlen über die Bühne - nur einmal gab's ein kurzes Zögern. Klaus Steffan, vorgeschlagen für das Amt des Schulschachreferenten, lehnte zunächst eine Kandidatur ab. Wolfgang Siegert erkannte schnell den Ernst der Lage. Zwei, drei kurze Worte richtete er an Steffan - und plötzlich war er auf Nachfrage bereit für den Posten. Hinterher verriet Siegert, was er gesagt hatte: ,,Wir machen's so wie wir's besprochen hatten.'' Das heißt: Auch ohne entsprechende Satzungsänderung arbeitet das Tandem Siegert/Steffan im Jugend- und Schulschachbereich eng zusammen.
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Eine gute Tradition wurde auch diesmal - trotz der spannungsgeladenen Wahlen und der Anträge - fortgesetzt, wie Hans Blinzler feststellte: ,,Wir sind pünktlich um 12 Uhr fertig geworden.'' Rechtzeitig zum Essen in der Franken-Akademie. Serviert wurde gebackene Forelle.