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Bezirk Oberfranken Schney 2005 - Klaus Steffan im Interview
13.12.2004 von Jan Fischer


Klaus Steffan im Interview:


Seit vielen Jahren ist das Schloss Schney bei Lichtenfels Jahr für Jahr der große Anziehungspunkt für die oberfränkischen Denksportler. Die oberfränkischen Schachtage haben sich zum Event entwickelt, an dem jährlich mehr als 150 Akteure – bei den Erwachsenen und den Jugendlichen - mitwirken.
Seit fünf Jahren ist der Pegnitzer Klaus Steffan als einer der Hauptorganisatoren dabei – zunächst nur für die Jugend, die für einige Zeit ihre Meisterschaften allein im Januar austrug. 2004 wurden dann die Erwachsenen- und Jugend-Titelkämpfe wieder an einem Termin zusammengelegt – und Klaus Steffan managt, gemeinsam mit anderen Helfern, beide Events.
In einem Interview stand das Multi-Talent - Internet-Referent und stellvertretende Jugendleiter des Bezirksverbands Oberfranken - Rede und Antwort über die oberfränkischen Schachtage und all das, was hinter den Kulissen passiert.

Klaus, mal ehrlich: Wie viel Stunden Arbeit steckt in der Vorbereitung?
“Grundsätzlich muss ich sagen, dass wir schon im Vorfeld im Team arbeiten. Zu nennen wären neben mir Karl-Heinz Hein, Wolfgang Siegert und Reiner Schulz. Ich rechne diese ehrenamtlichen Tätigkeiten nicht in Stunden hoch. Denn, um so länger man darüber nachdenkt, um so mehr kommt man ins Grübeln, ob sich der Aufwand auch lohnt.“

Wann beginnt die Vorbereitung?
“Schon ein halbes Jahr vorher muss der Termin mit der Verwaltung der Franken-Akademie im Schloss Schney abgeklärt werden.“

Und was passiert dann?
„Wenn der Termin steht, geht an es die Ausschreibung. Wichtigster Punkt der Ausschreibung sind die Finanzen. Da gibt es jedes Jahr lange Debatten über den Startgeld- und Übernachtungs-Schlüssel. Wenn die Ausschreibung steht, geht es in die Werbung. Da passiert fast alles übers Internet, aber auch in den Rundschreiben, deinen Newslettern und in den Schachkreisen auf Funktionärsebene wird kräftig die Werbetrommel gerührt.“

Ist die Preisgestaltung in Ordnung? Wie errechnen sich die Preise?
„Das Startgeld plus fünf Tage Übernachtung und Vollpension kostet für einen Spieler in der Meisterrunde 185 Euro. Wenn man diese Summe splittet - Startgeld 30 Euro -, dann kostet der Tag um die 30 Euro. Ich denke, bei der Qualität des Essens und dem Komfort der Zimmer ist das ein akzeptabler Preis. Bei den Jugendlichen kosten vier Tage 70 Euro. Wobei der BVO bei den Kiddis kräftig zuzahlt. Ich denke, dieser Preisunterschied sollte uns unser Nachwuchs wert sein.“



Jetzt, die letzten Tage und Wochen vor dem Turnier – was ist da noch zu tun?

“Die Preise für die Jugendlichen und Erwachsenen werden zur Zeit besorgt, wobei der eine oder andere Sponsor seinen Teil dazu beiträgt. Es wird für alle etwa 100 Kiddis und hoffentlich rund 60 Erwachsene Preise und Urkunden geben. Das Spielmaterial ist zu überprüfen (DGT-Uhren und Batterien). Für die Erwachsenen stehen niegelnagelneue Bretter und Figuren zur Verfügung. Auch gibt es heuer Plastiknamensschilder - so wie es sich gehört. Die Turnierräume bieten mit diesem drum herum beste Bedingungen.“

Was läuft im Internet?
„Die Turnierwebseiten muss ich noch vorbereiten. Heuer gibt es ab 20 Uhr jeden Abend einen Ergebnisservice von den Männer- und Jugendmeisterschaften. So das die Daheimgebliebenen immer im Bilde sind. Die Teilnehmerlisten werden Ende Dezember sicherlich aussagekräftiger sein als im Moment.“

Wie ist der Stand der Voranmeldungen?„Da ist es, wie jedes Jahr: Schachspieler haben die Ruhe weg. Ich denke, in den nächsten zwei Wochen wird der größte Teil seine Anmeldung nebst Überweisung vollzogen haben. Bei den Jugendlichen rechne ich wieder mit knapp 100 Teilnehmern. Das sichert uns auch die erforderliche Auslastung. Bei den Erwachsenen hoffe ich auf eine kleine Steigerung gegenüber 2004.“

Nenn mir bitte drei gute Gründe, warum man unbedingt in Schney mitspielen sollte.
“Wer letztes Jahr dabei war, wird sicherlich gern wiederkommen. Wo sonst kann man vier bis fünf Tage Schach total spielen? Man trifft Freunde, die man das ganze Jahr nicht gesehen hat. Die Spielbedingungen sind top und das Essen schmeckt in Schney ausgezeichnet.“

Das Rahmenprogramm kam in den vergangenen Jahren immer bestens an. Worauf hast du bei der Zusammenstellung des Rahmenprogramms Wert gelegt?
„Dass die Masse es annimmt - und da stehen die Blitzturniere hoch im Kurs, wobei es heuer eine Gesamtwertung geben wird. Das gesamte Programm drumherum ist übrigens für Erwachsene und Jugendliche gleichermaßen interessant. In der spielfreien Zeit an den Abenden wird’s nicht langweilig. Und auch für Pausen zwischen den Runden gibt es Angebote wie Tischtennis oder Kicker.“

Immer wieder gibt es Diskussionen über den Spielort Schney. Wie ist hier deine Meinung?
„Wir haben lange überlegt, ob wir von Schney weggehen, haben auch schon andere Spielorte besichtigt. Aber: Nirgends gibt es so großzügige Räumlichkeiten für solch eine kompakte Meisterschaft. Zu Schney gibt es momentan keine Alternative.“

Was macht für dich die Faszination der oberfränkischen Schachtage aus?
“Das Ambiente des Schlosses, das gute Miteinander von Jung und Alt
und die gute Zusammenarbeit im Organisationsteam.“

Wer ist dein Favorit auf den Meistertitel bei den Erwachsenen?
„Andreas Wetscherek, mein Vereinskamerad vom TSV Bindlach.“

Für Kurzentschlossene: Kann man sich auch noch vor Ort anmelden?
„Wichtig für alle: Bis 21. Dezember sollte die Anmeldung und Geldüberweisung erledigt sein. In allen Jugendaltersklassen und im Qualiturnier der Erwachsenen ist auch noch eine Vorort-Anmeldung am ersten Tag bis 8.30 Uhr möglich. Allerdings kostet das Startgeld dann fünf Euro mehr.“


Jan Fischer, Referent für Öffentlichkeitsarbeit


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